Heerlager auf dem Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum

Der Vize

Drink up me hearties, YO HO! (Trinkt aus Piraten, YO HO!)
Saikoro

Piratenname: Saikoro
Jahrgang: 1991

Ueber mich:
Meine Name ist Lee "Saikoro" Murdoch. Ich wurde in Liverpool geboren und wuchs in einer eher durchschnittlichen Familie auf. Mein Vater hatte die Familie früh verlassen, denn er dachte dass ihm ein Seefahrer dasein mehr Geld einbringen würde, als ein Eheweib und drei Blagen von Jungen. Ich hatte also zwei Brüder, der eine älter und der andere jünger (10 & 19) als ich (17). Es war nicht leicht, denn eine Frau alleine konnte drei hungrige Mäuler nicht alleine durch ihren Beruf als Schankdame stillen. Meine Brüder und ich gingen immer wieder in den Hafen um Touristen und neue Anwohner zu bestehlen. Im Taschendiebstahl waren wir die Großen. Durch den "Nebenverdienst" konnten wir uns alle über Wasser halten.

In Liverpool lebten nicht viele Menschen, doch durch den Hafen wuchs der Tourismus und der Handel in der Stadt und somit auch die Kiminalität. Während einer Belagerung des Bürgerkrieges wurden viele Menschen getötet unter anderem viele Sklaven aus Afrika. Eines Nachts ging es wieder los...

Ich hörte Schüsse von Musketen im Hafen und gellende Schreie trieben durch die Luft. Es war wieder soweit, die Aufständischen machen Ärger und die Sklaven wollen fliehen, alles auf einmal. Die Nachtwähter und anderen Odnungshüter hatten keine Chance und wurden allesamt abgeschlachtet. Die Meute lief mit Fackeln durch die Straßen und warfen diese auf die Häuser. Sie kamen unserem immer näher. Einer der Aufständischen lief in unsere Haus und schlug alles kurz und klein. Ich hatte meinem kleinen Bruder gesagt er solle sich mit Mutter im Schrank verstecken. Mein älterer Bruder und ich wollten uns auf den Mann stürzen doch er war sehr groß und stark und stieß uns beide so hart mit dem Kopf zu Boden, sodass wir das Bewusstsein verloren. Noch Schwarz vor Augen hörte ich wieder Schreie - meine Mutter - sie Schrie sich die Lunge raus. Ich war wieder bei Sinnen, mein Bruder lag noch reglos am Boden. So schnell ich konnte richtete ich mich auf und lief in den Schlafraum meiner Mutter. Dort sah ich den großen, breiten Mann, der sich gerade an meiner Mutter vergehen wollte, die Hosen schon runtergelassen und dabei die Kleider meiner Mutter herunterzureißen. Blitzschnell nahm ich den Schürhaken von Kaminbesteck und rammte die Spitze in den Kopf von dem elenden Vergewaltiger. Er kippt zur Seite und meine Mutter war starr vor Angst. Nachdem ich dachte, dass nun alles vorbei ist sah ich ihn - meinen kleinen Bruder - er lag vor dem Schrank in dem er sich versteckt hatte, mit einem Messer in der Brust - tot. Meine Wut war so groß, dass ich dem Mann der leblos am Boden lag noch unzählige Male gegen den Kopf trat und plötzlich blickte ich auf das Abzeichen an seinem Arm - Es war das Abezeichen der Royal Navy! Der Mann, den ich getötet hatte war ein Admiral der königlichen Kriegsflotte, der die Gunst des Aufstandes genutzt hat um unbemerkt eine unschuldige Frau für seine Bedürfnisse zu missbrauchen. Mein älterer Bruder, der auch wieder zu sich gekommen war beruhigte mich. Man würde jetzt denken, dass es nicht so schlimm ist dass ich den Mann umgebracht hatte, er war hat ja ein Verbrechen begangen... Pah! Uns Bürgern aus der Unterschicht wird das Königshaus und vorallem die Royal Navy sicher nicht glauben. So kam es - uns bzw. mir wurde unterstellt ich hätte den Mann in unser Haus gelockt und wollte ihn dort ausrauben. Ich wurde des Mordes angeklagt und zum Tod durch den Strang verurteilt, meine Mutter und mein Bruder wurden aus Liverpool verbannt und für Vogelfrei erklärt.

In der Nacht vor meiner Hinrichtung gelang es mir zu fliehen. Ich schaffte es die Gelegneheit der Wachablösung zu nutzen und mit einer bestimmten Technik die Gitterstäbe so zu verbiegen, dass ich hindurchpasste - Nachteil daran war, dass ich mir vorher ein paar Rippen brechen musste damit es passte. Doch das war nicht so schlimm wie der Strang der auf mich wartete. Ich schaffte es durch ein Fenster in den Innenhof zu springen bevor die Wachablöse mich erspähen konnte. So schnell ich konnte rannte ich zum Hafen und hörte hinter mir schon lautes Getöse und Geschrei von den Wachen. Am Hafen angekommen fackelte ich nicht lange und verstecke mich auf dem nächsten Schiff welches für mich am sichersten aussah. Ich schlich mich unter Deck und legte mich hinter eine Reihe Fässer. Dort blieb ich unter Adrenalin noch eine Weile wach und hörte das Geschrei am Hafen, doch letztendlich schlief ich ein...

Wie wurde Saikoro Pirat?

Ich wachte auf, hatte aber die Auge noch nicht offen, denoch kam mir alles sehr hell vor, denn eigentlich lag ich unter Deck! Ich hörte Wellen und Wind. Mit einem mulmigen Gefühl öffnete ich die Augen und mich traf fast der Schlag. Ich blickte direkt auf das aufschäumende Wasser unter mir... ich war tatsächlich als Galionsfigur vorne an das Schiff gebunden worden! Aus Reflex schrie ich auf. Ich hörte von oben nur "Käptn'! Der blinde Passagier ist wach!". Ich wurde von diesem wirklich ungewöhnlichen Platz entfernt und an Deck geholt. Ich sah mich kurz um un sah rundherum nur Meer. Ein kurzer Blick nach oben und wieder bin ich fast in Ohnmacht gefallen. Am Mast hing einer Piratenflagge...

Ich wurde in das Zimmer des Kapitäns gebracht. Zu meiner Überraschung wurde ich sehr nett empfangen. Der Kapitän fragte mich warum ich an Bord gekommen sei und was ich mir dabei dachte einfach auf einem fremden Schiff zu schlafen. Ich erzählte ihm meine komplette Geschichte, dass ich kein Zuhause mehr habe, meine Familie verbannt ist und ich sie wohl nie weder sehen kann, dass ich einfach nichts mehr habe wofür sich das Leben lohnt. Er war beeindruckt von meinem Handeln und meiner Willenskraft. Er sagt mir ihm fehle seit seiner letzten Kaperfahrt ein Schütze an Bord. Er bot mir an ihm ewige treue zu schwören und als Schütze auf seinem Schiff anzuheuern, andernfalls blieb mir nur die Möglichkeit von der Planke zu springen. Da mich eh nichts davon abhielt und ich auch nicht als Fischfutter enden wollte heurte ich an.

Schon nach den ersten Kaperfahrte und den ersten eroberten Schätzen im Dienst des Kapitäns Shuugo und der Crew PRAVUM erwies ich mich als tauglich und wurde Oberschütze an Bord des Schiffes. Auch diesen Titel behielt ich nicht lange, denn auch nach schwierigen Zeit und einem massiven Verlust an Matrosen bleib ich dem Käptn treu. Er wollte dies nicht unbelohnt lasse und ich wurde zu seinem Vize ernannt und während seiner Abwesenheiten leitete ich da Kommando an Deck und zog mit der Crew an einem Strang...

Meinen Spitznamen "Saikoro" erhielt ich von einem der Crewmitglieder. Da ich zum Tode verurteilt wurde und die Wachen im Gefängnis mich unter Beschuss nahmen und mir auf meiner Flucht ständig "STIRB!" hinterher riefen taufte er mich auf diesen Namen. Saikoro ist japanisch und heißt "Stirb".