Heerlager auf dem Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum

Der Richter

Justice is not something you can designate with your eyes, or delineate in words.
Igenti Iudex

Piratenname: Ingenti Iudex
Jahrgang: 1990

Ueber mich:
Schon als junger Spund hatte ich mir in den Kopf Gesetzt ein Magna Iduex zu werden! So begann ich sehr früh die Lehren der Lehren zu studieren - Das Magna Legem war mein Ziel, welches ich auch nach vielen Anstrengungen und einem harten Studium mit Summa cum Laude abschloss. Nun Stand mir nichts mehr im Wege meinen geistigen Vätern nachzueifern und selbst einer der großen Oratoren zu werden wie Sokrates, Aristoteles und Plato!

Doch solange mich der Wunsch für Recht und Ordnung einzustehen auch begleitete, so folgte ihm schon immer das Begehr nach Freiheit und Endlosigkeit.

So fand ich mich sehr oft, während des Studiums und auch noch lange Zeit danach, an der See wieder, die eine einzigartige Verkörperung, dieser einen nicht zur Ruhe kommenden wollenden Sehnsucht, dazustellen schien.

Wie wurde Ingenti Iudex Pirat?

Nach einiger Zeit in den Mühlen des Rechtssystems zerbröselte die Illusion, dass die Gerechtigkeit über allem stand. Erbarmungslos stelle ich mich dem Unrecht, doch wurde es immer klarer, dass das System, worin ich all meine Hoffnungen gesetzt hatte von innen zu verrotten drohte, da nur die reichen und mächtigen Anspruch hatten ihr Recht zu erlangen und das Magna Legem nicht die schütze, die es brauchten, sondern nur noch ein falscher Schild war, für die, die ihn sich leisten konnten und so wurde meine andere Sehnsucht immer stärker.

Immer öfter fand ich mich wieder an den Häfen, Buchten und Seen und starrte in die unglaubliche, schier nicht enden wollende Schönheit des Meeres.

Dabei ergatterte ich auch immer wieder ein Funken ihres erbarmungslosen Antlitzes, wenn riesige schiffe einfach an ihren mächtigen Winden und Wellen zerbarsten. Sie unterschied die Menschen nicht nach dem Gewicht ihres Goldsackes, noch deren adeliger Abstammung, sondern lies Gerechtigkeit walten, über die, die es wagten sich ihrer zu stellen und stark genug waren ihrer Übermacht standzuhalten.

In dieser Wahrlosigkeit sah ich immer mehr das Gesicht der wahren Gerechtigkeit, so wahrlich diese Erkenntnis doch, schien dieses Verlangen nach Freiheit zu fern und zu abwegig, als das ich sie erreichen könnte.

Als ich mich eines Nachts spät von den Häfen nach Hause begab, ging ich an einer Taverne vorbei und sah eine Gruppe junger Seemänner- und Frauen, die sangen, tranken, tanzten und alle das gleiche Symbol, als Armbinde trugen! Ich erkannte es wieder, ich hatte es zuvor im Hafen eines Piratenschiffes gesehen. Es zog mich in die Taverne und nahm Platz, beobachtet eine Weile diese jungen Piraten- unbemerkt wie ich glaubte- doch plötzlich riss mich einer Bandenmitglieder, der Kapitän, wie sich später herausstellte, von meinem Stuhl und gab nicht nach, bis ich dem gelange beiwohnte.

Ich war fasziniert von ihrer Offenheit und Ehrlichkeit und ließ dem Abend seinen Lauf. Nach einer langen Nacht, die für mich schlaflos vorrüberging, wurde mir klar, als ich mich wieder an den Wassern wiederfand, das großes Potenzial in ihnen allen Steckte und nur ein Funke Ordnung und Sitte fehlte, um zu großem Ansehen und Reichtum zu kommen. So versank ich wieder in Gedanken bis spät in die Nacht und kam erneut an der Taverne vorbei, in der die Bande die Nacht zuvor ausgiebig gefeiert hatte und traf sie erneut. Nun kam der Kapitän geradewegs auf mich zu und machte mir das Angebot bei im Anzuheuern und überraschte mich damit, dass er schon von mir gehört hatte und selber zu dem Schluss gekommen war, dass auf seinem Schiff ein Richter fehlte!

Ich zögerte einen Moment doch dann begriff ich, dass dies meine Chance war, endlich dieses zerfallende Leben zu verlassen und meine immer tiefer schürende Sehnsucht, Gerechtigkeit nach meinen und den Vorstellungen der anderen zu gestalten, wahr werden lassen konnte! So wurde ich ein Gesetzloser, der sich nur noch dem Wüten und dem Willen der Ozeane stellen musste!